Tag des offenen Denkmals in Blankensee

Eigentlich finde ich lange Autofahrten eher anstrengend. Aber die Fahrt nach Trebbin in Brandenburg war mit dem weiten Blick auf mindestens 50 Schattierungen von Grün so entspannend, dass die Anstrengung schnell vergessen war. Ohnehin mag ich es, mit guter Musik allein durch die Landschaft zu fahren und meinen Gedanken nachzuhängen. In diesem Fall freute ich mich darauf, das Schloss Blankensee nebst Park zu entdecken, das seit 1897 die Sommerresidenz des ostpreußischen Dramatikers und Schriftstellers Hermann Sudermann (1857-1928) war. Zunächst hatte er es gepachtet, wenige Jahre später gekauft. In die Schaffensphase als Schlossherr fiel sein beachtetes Buch „Litauische Geschichten“.

Marlene Dietrich wurde mit Sudermanns Stoff berühmt

Am Tag des offenen Denkmals, 13. September 2026, war es endlich soweit, dass ich den ersehnten Blick ins Gedenkzimmer des Schlosses werfen konnte, das im Andenken an den Dramatiker und Schriftsteller von der Hermann Sudermann Stiftung eingerichtet wurde und unterhalten wird. Man kann es bei Führungen oder eben am Tag des Denkmals besichtigen. Die große Treppe mit den verschieden hohen Stufen zu überwinden, war allerdings eine Herausforderung. Aber dann saß ich auf einem Klavierhocker mitten im Zimmer und ließ die Bilder und Gegenstände aus seinem Leben auf mich wirken. Ein besonderer Moment, nachdem ich mich sehr intensiv mit ihm und seinem frühen Roman „Frau Sorge“ befasst hatte. Seine Bibliotheksvitrinen sind original erhalten, mit alten Büchern, Geschirr und einer Büste von ihm sowie durch verschiedene Ausgaben seiner eigenen Titel ergänzt worden, auch in anderen Sprachen. Heute ist Hermann Sudermann kaum noch bekannt, aber zu seiner Zeit war er ein berühmter Mann. Seine Dramen und Geschichten wurden vielfach verfilmt, Namen wie Marlene Dietrich stehen mit seinen Werken in Verbindung. Leider wird er als Verfasser der ideengebenden literarischen Texte kaum genannt. Wie auf der Website der Hermann Sudermann Stiftung zu lesen ist, wurden Werke von ihm zwischen 1913 und 1982 rund vierzigmal verfilmt! Mehr dazu finden Sie hier: Verfilmungen von Sudermanns Geschichten

Über die berühmten Namen habe ich wahrhaftig gestaunt. Marlene Dietrich wurde mit dem Film „Song of Songs“ (1933) berühmt, der auf dem Roman „Das Hohe Lied“ (1908) beruht. Fritz Kortner spielte im Stummfilm „Frau Sorge“, Zarah Leander in „Heimat“ (1933), der Verfilmung des gleichnamigen Romans aus dem Jahr 1893. Ein Verdienst der Stiftung, die heute von fünf Personen betrieben wird, ist die Offenlegung dieser Verbindungen Sudermanns, die kaum noch jemand kennt. So ist Hermann Sudermann heute fast unbekannt, obwohl noch viele seiner Bücher in Antiquariaten erhältlich sind. Auf der Website der Stiftung (Link s.o.) sind die Romane und entsprechenden Verfilmungen mit Regisseuren und Schauspielern aufgelistet.

Ich kauf mir ein Schloss

Ja, schön wär’s… Dass Schriftsteller sich Schlösser leisten können, kommt wohl eher selten vor. Hermann Sudermann konnte es, denn seine Bücher erreichten hohe Auflagen, die Dramen wurden aufgeführt und beachtet und von den Verfilmungen bekam er sicherlich Tantiemen. Später, als er sich mit dem Kritiker Alfred Kerr und anderen zerstritt, schwand sein Ruhm. Immerhin konnte er sich dann mit seinem Schloss trösten. Durch den verwunschenen Schlosspark war ich am Vortag schon einmal spaziert, im Abendlicht, während aus dem vermieteten Schloss fröhlicher Hochzeitslärm über dem Ort Blankensee erklang. Aber ich hörte auch das Knacken der Rinde uralter Bäume neben mir, das Rauschen der Kronen im Abendwind. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie Hermann Sudermann hier an seinen Ideen gefeilt hat, in der inspirierenden Bewegung eines gemessenen Spaziergangs, der die Gedanken in Gang bringt. „Frau Sorge“ hatte er längst veröffentlicht, als er das Schloss kaufte. Aber vielleicht dachte er bei einem Spaziergang durch seinen Park einmal an sein Frühwerk zurück? Und an die Armut, die er selbst genau wie sein Held Paul als Kind erlebt hatte.

Zurück zum Gedenkzimmer, das diverse Fotos von Sudermanns Schlossleben und seiner Familie bereithält und einige Ausgaben seiner Bücher aus verschiedenen Erscheinungsjahren und neben deutsch auch in anderen Sprachen. „Frau Sorge“, das ich bearbeitet habe, war auch dabei; ich bekam eine Ausgabe vom Geschäftsführer der Stiftung, Herrn Dr. Torsten Walter, geschenkt; außerdem „Der Katzensteg“, das ich noch nicht kenne und das allein fünfmal verfilmt wurde, zuletzt 1976. Nach der Bearbeitung von „Frau Sorge“ ist das Kapitel Sudermann für mich noch nicht abgeschlossen. Ich werde weitere Titel lesen, um mehr über diesen Schriftsteller zu erfahren.
Bald war es Zeit für mich, zum Leseort zu kommen, dem Bauernmuseum mit Bauernschänke, in dessen Garten Ralf Plenz schon die „Perlen der Literatur“ aufgebaut hatte. 

Buchvorstellung im Garten

Zu den Arbeitsbereichen von Schriftstellern gehört das Vorlesen, von einigen gefürchtet, von anderen geliebt. Von mir auf jeden Fall geliebt! Da ich als Vorleserin nur eine einzige Chance habe, den Text meinem Publikum näherzubringen, gehört eine intensive Vorbereitung für mich dazu. Ich lese erst still, dann flüsternd, dann laut. Wenn ich den Eindruck habe, dass es schon ganz gut läuft, nehme ich die Lesung auf und höre sie mir an. So höre ich, was verbesserungswürdig ist. Wenn die Aufnahme letztlich stimmt, hat sich der Rhythmus des Textes bei mir verinnerlicht.

Es war kein Selbstgänger, die Ausschnitte in der schönen alten Sprache einzulesen; wer mir über die Schulter geschaut hätte, hätte viele Ausrufezeichen (mein Symbol für „Stolperstellen“) und unterkringelte Stellen (mein Zeichen für „langsam und deutlich lesen“) gefunden, dazu diverse Pausen- und Atemzeichen. Zwar hatte ich den alten Text behutsam bearbeitet, aber weder den damals üblichen Satzbau noch die langen Sätze verändert. Vor allem hatte ich Füllwörter gelöscht und vielfach das Wörtchen „so“, dessen Fehlen nicht auffallen dürfte. Einmal eingelesen, ist es für mich eine Freude, mich in den Klang der Sprache und die märchenhafte Geschichte fallenzulassen. Aus dem Publikum gab es die Anmerkung, dass es leichter falle, sich mit der alten Sprache anzufreunden, wenn der Text vorgelesen wird. Darum freue ich mich, dass es den Podcast „Der Büchermacher“ gibt, den ich gemeinsam mit dem Verleger Ralf Plenz aufgenommen habe. Drei von vier Folgen zum Buch „Frau Sorge“ bestehen aus Lesungen daraus, die erste bringt ein Gespräch zwischen Ralf Plenz und mir über das Buch. 

Die Perlenkette wird bald doppelreihig

„Frau Sorge“ ist die Nummer 37 in der Buchreihe „Perlen der Literatur“, die Ralf Plenz kurz vorstellte. 40 Bücher gibt es schon in der Perlenkette fürs Bücherregal, und mein Regalbord ist fast voll. Auch 2027 wird es weitere Titel geben, soviel ist klar. Am Büchertisch kamen wir mit einigen Gästen ins Gespräch, die sich neben der Buchreihe aus dem Input-Verlag auch für meine Lyrikbände aus dem Expeditions International Publishing House interessierten. Schließlich fachsimpelten wir bei köstlichem Essen in der Bauernschänke weiter über den „Balzac des Ostens“ genannten Hermann Sudermann, der zwar ein schwieriger Zeitgenosse gewesen sein soll, seinen Ruhm aber auch für andere einsetzte, da ihm die harte Lebensrealität Schreibender sehr bewusst war. Denn er konnte nur unter schweren Bedingungen seine Berufung zum Schreiben verwirklichen, kam er doch aus armen Verhältnissen. Eigentlich sollte, da er diese Zeiten nie vergessen hat, sein Schloss nach seinem Tod ein Schriftstellerheim für kranke und notleidende Kollegen werden, was jedoch durch den Zweiten Weltkrieg und die deutsche Teilung unmöglich wurde. Trotzdem unterstützt die Stiftung seit 1955 diesen Personenkreis, zunächst durch Autorenspenden und seit 2013 mit dem Hermann-Sudermann-Preis für Dramatiker. 

Nach dieser inspirierenden Runde mit Karen Sokoll und Dr. Torsten Walter von der Stiftung, Ralf Plenz vom Input-Verlag und seiner Frau und auch im Verlag tätigen Übersetzerin Ulrike Lemke, Petra Klingl vom Rotkiefer-Verlag Berlin, die als Gast unsere Runde bereicherte, ging der Tag des offenen Denkmals in Blankensee zu Ende. Diese Begegnungen wirken noch nach und ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement. Das Thema Sudermann ist für mich noch nicht vorbei.

Impressionen aus Blankensee

Mit Frau Sorge auf Tour

Am Wochenende sehe ich endlich Hermann Sudermanns Schloss Blankensee! Nachdem ich mich eingehend mit diesem Schriftsteller beschäftigt habe, freue ich mich sehr darauf, das Gedenkzimmer zu sehen. Noch dazu darf ich gemeinsam mit Ralf Plenz in Blankensee aus „Frau Sorge“ lesen.

Wir freuen uns auf viele Gäste!

Märchen haben oft etwas Wahres…

Das habe ich oft gedacht bei der Bearbeitung des Romans „Frau Sorge“ von Hermann Sudermann (1857-1928), einem ostpreußischen Schriftsteller. Dieses frühe Werk kreist um das Märchen von der Frau Sorge. Diese graue Frau legt ihren Schatten auf Elsbeth Meyhöfer und ihre Familie, besonders auf den Sohn Paul. Der ist der Held in der Geschichte und hat eine Reihe schwerer Aufgaben zu bewältigen.

Hatte ich mal Angst vor Podcasts?

Als Ralf Plenz mich vor einigen Jahren fragte, ob ich einen Podcast mit ihm aufnehmen möge, wehrte ich erschrocken hab. Vorlesen oder vortragen ist das eine, aber frei sprechen das ganz andere. Bin ich schlagfertig? Nein. Wenn man mich überrumpelt, falle ich eher in eine Schockstarre. Am nächsten Morgen habe ich aber ganz spontan eine smarte Antwort parat!

Podcasts mit Ralf sind mittlerweile etwas Wunderbares für mich. Gestern war es wieder soweit, ich fuhr nach Hamburg zum Input-Verlag, um vier Podcast-Folgen über „Frau Sorge“ aufzunehmen. Die erste besteht aus einem Gespräch zwischen Ralf und mir über das Buch und den Autor, die weiteren drei sind Lesungen aus dem Buch. Die erste Folge ist schon veröffentlicht: https://podcast000572.podigee.io/355-sorge1
Die weiteren Folgen kommen in den nächsten drei Wochen jeweils am Dienstagmorgen. Der Podcast heißt „Der Büchermacher“ und kann überall gestreamt werden, wo es Podcasts gibt.

Lesung in Blankensee

Und am 13. September um 17 Uhr stellen wir „Frau Sorge“ am Bauernmuseum Blankensee vor (bei Regen in der nahegelegenen Kirche). Sudermann gehörte das Schloss Blankensee, hier schrieb er viele seine Werke. Wir freuen uns über die Einladung der Hermann Sudermann Gesellschaft!

Stade und Eppendorf

Im Mai 1995 hatte ich meine ersten Lesungen in meiner Heimatstadt Stade, wo ich damals noch wohnte und wo ich jetzt wieder wohne. Also fast genau 31 Jahre später, am 13. Juni 2026, hatte ich meinen ersten „LiSa im FACHmarkt“: einen literarischen Salon in dem gemütlichen Stader FACHmarkt voller selbstgemachter, hochwertiger Kostbarkeiten. Ich mag es, an Orten wie diesem vorzulesen und mit literaturaffinen Menschen ins Gespräch zu kommen. Mein Salon ist keine reine Vorleseveranstaltung, sondern eine Buchvorstellung im Rahmen einer Gesprächsrunde zu einem Thema, zu dem auch dasjenige meiner Bücher passt, das an dem jeweiligen Termin von mir vorgestellt wird. Gestern war es meine neue Haiku-Publikation „Morgentau am Deich“ aus dem Rotkiefer Verlag Berlin, erschienen im März dieses Jahres.

Mein neues Haiku-Heft aus dem Rotkiefer-Verlag

In kleiner, feiner Runde waren wir ins Gespräch über Haiku im Besonderen das Schreiben im Allgemeinen und das Schreiben im Allgemeinen vertieft. Da wir nach der Öffnungszeit im FACHmarkt waren, konnten wir noch exklusiv stöbern und uns in handgefertigte Holzherzen, feine selbstgemachte Taschen, köstliche Marmeladen und andere Spezereien verlieben. Anschließend blieben vier von uns noch zusammen und saßen bei Kaffee und Käsekuchen in der „Drogerie“ schräg gegenüber. Diese kleine Runde von Menschen, die zwar mich, aber einander vor dem Salon nicht gekannt hatten, blieb bis zum Abend im Gespräch. Wie mich das bereichert hat! Was gibt es Schöneres?

Wer Lust hat, an einem Salon teilzunehmen, melde sich bitte bei mir per E-Mail an maren@schoenfeld.blog. Ich nehme Euch dann auf die Einladungsliste. Da maximal zehn Personen im FACHmarkt Platz finden, ist eine Anmeldung nach Zugang der jeweiligen Einladung zwingend erforderlich.

Poesie im Park mit meinen Engelgedichten

Schon am 20. Juni um 15 Uhr gibt es eine weitere ungewöhnliche Aktion: Auf Einladung von Peter Will (Martinus-Gemeinde) darf ich bei einem Spaziergang der Reihe „Poesie im Park“ vier Engel-Gedichte an vier Stationen des Eppendorfer Parks vortragen. Miteinander darüber ins Gespräch kommen können wir zwischen den Stationen und anschließend im Restaurant Martini in den Bethanienhöfen. Der Spaziergang dauert eine Stunde und ist auch für mich mit Rollator zu bewältigen. Hierfür braucht Ihr Euch nicht anzumelden, sondern könnt einfach zu 15 Uhr, besser etwas eher, am Treffpunkt erscheinen. Von dort gehen wir gemeinsam mit Peter Will los.

Die Teilnahme an den Spaziergängen ist kostenlos. Treffpunkt für alle Spaziergänge ist der Eingang des Eppendorfer Parks gegenüber Martinistraße 52 / Eingang-Ost des UKE (in der Nähe der Bushaltestelle „Eppendorfer Park/UKE“) unter den Kastanienbäumen. Dauer des Spaziergangs circa eine Stunde. Bei durchgehendem Regen findet kein Spaziergang statt. Weitere Informationen am Veranstaltungstag bis 12 Uhr im Internet unter www.nebenan.de. Ihr könnt mich bei Fragen unter 0170 7300540 auch gern anrufen.

Hier seht ihr noch eine kleine Bildergalerie vom Pirckheimer-Treffen und dem Tag des Buches in Hamburg-Altona vom 9. Mai.

Tag des Buches in HH-Altona

Die Hamburger Autorenvereinigung, Die Auswärtige Presse und die Pirckheimer-Gesellschaft richten in der Alfred-Schnittke-Akademie, Max-Brauer-Allee 24, am Samstag, 9. Mai 2026, den „Tag des Buches“ aus. In dessen Rahmen gibt es Vorträge, werden Bücher aus- und vorgestellt sowie getauscht. Dieses Angebot ist offen für alle Gäste. Eintritt: frei

Ich habe dort einen Stand, an dem ich u.a. mein neu erschienenes Haiku-Heft „Morgentau am Deich“ präsentiere, außerdem vier Titel aus dem Expeditions International Publishing House und im Rahmen des Pirckheimer-Treffens einige Schätze alter und schöner Bücher aus meinem Besitz nebst einigen Teilchen meiner Lesezeichensammlung. Einzelne DAP-Kollegen zeigen ebenfalls ihre Bücher an unserem Stand. Die Auswärtige Presse feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen.

Mit Ralf Plenz vom Input-Verlag und Vorstand der Hamburger Autorenvereinigung gibt es ein in kleine Abschnitte unterteiltes Bühnenprogramm, in dem es – natürlich – um Bücher geht. Ralf und ich sind auch beide Pirckheimer-Mitglieder.

Das Tagesprogramm:

Zwischen 11 und 15 Uhr findet das Pirckheimer-Treffen der Region Nord statt. Zu sehen gibt es Bibliophiles, Druckkunst, lesefreundliche Typografie und Kalligrafie … – Und zu hören sind Bücherliebhaber, Sammler, Verleger, Künstler. Neben je zehnminütigen Vorträgen der Aussteller entsteht im Beiprogramm eine kostenlose Büchertauschbörse für alle Besucher und Aussteller mit maximal sieben Büchern pro Person.

In denselben Räumen veranstaltet die Hamburger Autorenvereinigung von 15.30 bis 17.30 Uhr eine Lesung:

Tiefsinnige „Perlen der Literatur“ (5 Neuerscheinungen aus dem Input-Verlag)
mit
Sibylle Hallberg
Ralf Plenz
Maren Schönfeld
Charlotte Ueckert

Podiumsgespräche und Lesung aus 80 bis 300 Jahre alten Büchern. Mit Texten von George Sand (Indiana), Jan Tschichold (Erfreuliche Drucksachen), Hermann Sudermann (Frau Sorge) und Jonathan Swift (Gullivers Reisen).

Zwischendurch gibt es von 12:00 bis 13:00 Gelegenheit, den Input-Verlag zu besichtigen.

Hamburg-Impressionen

Einladung zur Finissage mit Live-Musik und Lesung

(c) AJ PhotoArt Hamburg

Seit vielen Jahren verbindet mich eine Freundschaft mit der Künstlerin Hanna Malzahn. Illustration, Malerei, Fotografie und Druckkunst sind ihre Tätigkeitsfelder. Ich habe zu ihren Bildern Gedichte geschrieben und wir haben schon vorher bemerkt, dass wir thematische Überschneidungen in unseren Arbeiten haben. So ist das urbane Leben für uns beiden inspirierend, und unsere Werke fanden fast von allein zusammen. Unser gemeinsames Buch „Träume geistern entfesselt durch Straßen“ gibt es als Bild- und Wortband nur bei uns, nicht im Buchhandel.

Mein bester Freund Thomas Styhn, seines Zeichens Gitarrist und Komponist, komponierte und arrangierte ein Musikvideo zu meinem Buch „Töne, metallen, trägt der Fluss – eine lyrische Elbreise“, das ich zur Coronazeit in eine Onlinelesung einbaute. Auch andere Kooperationen zwischen mir und Malern/Musikern spielen für das Buch eine Rolle, aber Thomas, sein Freund Henrik Althaus (Keyboard/Flügel) und ich haben jetzt die besondere Situation, dass wir in Hamburg-Niendorf live lesen und spielen. Denn Hanna lud uns zur Vernissage einer Ausstellung ein, die sie zusammen mit ihrer Freundin AJPhotoArt aus Hamburg durchführt. Wir freuen uns alle sehr auf diesen Abend und heißen euch herzlich willkommen.

Es ist besonders für mich, dass wir den Song, den Thomas zu meinem Gedicht „Elbabend“ komponiert hat, live mit dem Gedicht zusammenbringen. Es ist auch besonders für mich, dass ich Thomas und Henrik mit ihrem Talent, stimmig und berührend Atmosphären der Bilder aufzufangen und mit Tönen fortzuführen, meine Texte zur Seite stellen darf. Und natürlich ist es wieder einmal eine Freude für mich, mit Hanna eine Veranstaltung zu haben und für einen Abend Teil dieser faszinierenden Fotowelt von AJPhotoArt und ihr sein zu dürfen.

„Hamburg Impressionen“: unter diesem Motto zeigen die Hamburger Fotokünstlerinnen AJ PhotoArt und Hanna Malzahn ihre Werke
Die beiden Hamburger Künstlerinnen Hanna Malzahn und AJ PhotoArt präsentieren einen vielfältigen Spaziergang durch ihre Heimatstadt, unter dem Motto Hamburg-Impressionen.
Die zentralen Werkzeuge beider Fotografinnen sind Licht, Schatten, Komposition und Atmosphäre, die in den stimmungsvollen Aufnahmen eingefangen wurden.
(Berenberg-Gossler-Haus)

Das Programm:

Der Eintritt ist frei.

Übrigens findet ihr das Video auch hier im Blog: https://schoenfeld.blog/bucher/eine-seite/toene-metallen-traegt-der-fluss/

Letzte Chance auch, um ein Exemplar der Restauflage des Buchs zu ergattern – bevor es demnächst neu erscheinen wird; dann mit Multimediakomponente. Lasst euch überraschen.

Kommt ihr vorbei?

Links zu AJPhotoArt und zu Hanna Malzahn

Links zu Thomas Styhn und Henrik Althaus

Einladung zur Online-Lesung am 1 .2. um 17 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde,

meine Literatursaison startet in diesem Jahr mit einer Online-Lesung aus der internationalen Poesie-Anthologie „Language of Water“ mit Gedichten von 62 Poeten aus 22 Ländern weltweit. Ich freue mich sehr, wieder mit einem Gedicht dabei zu sein. Alle Gedichte sind in der jeweiligen Muttersprache und auf Englisch im Buch enthalten und werden auch so vorgelesen.

Musikalisch ist wieder Thomas Styhn mit seiner Gitarre und Videos dabei, einige von euch haben ihn bei den vergangenen Online-Lesungen dieser Reihe bereits erlebt. Diese Lesungen, die wir schon aus fünf zurückliegenden Anthologien durchgeführt haben, sind zu einer Art internationalem Poesie-Familientreffen geworden. Es gibt 2026 insgesamt vier Lesungen, ich bin bei der o.g. als Lesende dabei und bei den anderen als Gast. Ihr könnt auch als Gäste dabei sein. Bitte schreibt mir dafür eine Mail an maren@schoenfeld.blog oder über das Kontaktformular, damit ich euch den Registrierungslink schicken kann.

Seid ihr dabei? 🙂

Infos zum Buch gibt es hier: http://expeditions-publishing.com/product/language-of-water/

Neu: Meine Bücher im Stader FACHmarkt

Im Stader FACHmarkt sind ab sofort meine Bücher erhältlich. Damit bin ich neben der Contor Buchhandlung, in der immer mal Titel von mir angeboten werden, nun im zweiten stationären Geschäft vertreten. Natürlich kann man meine Bücher jederzeit online oder in Buchhandlungen bestellen. Trotzdem freue ich mich, an meinem Wohn- und Schreibort im stationären Handel vertreten zu sein – nicht zuletzt, weil ich selbst gern Bücher und Sachen „in echt“ anschaue.

Sachen kommen in diesem Fall dazu, weil ich die Buchboxen jetzt als Buchtüten anbiete: Den Anfang im Fach machen die beiden Ratgeber. Zum von mir signierten Buch „Wenn du Schmerzem hast, gehe langsam“ gibt es ein Lesezeichen, zwei Poesie-Postkarten, eine Teeprobe nebst Schokotaler (beides von Tee in Stade) und einen Igelball für euer Training im Schmerzmanagement.

Das ebenfalls von mir signierte Buch „Schreib einfach!“ mit Impulsen zum kreativen und autobiografischen Schreiben und für Gedichte kommt auch mit einem Lesezeichen, zwei Postkarten, einer Teeprobe nebst Schokotaler und einem Notizheft, damit ihr sofort loslegen könnt mit dem Schreiben.

Beide Bücher nebst Beigaben werden in einer Weihnachtstüte verkauft. 🧑‍🎄

Ab Januar 26 wird der Inhalt meines Fachs monatlich wechseln – lasst euch überraschen. 😊 Vor Weihnachten kommt noch „Engelschatten“ als Geschenkversion mit Beigaben.

Im Stader FACHmarkt gibt es viel Schönes, das mit Liebe und Können künstlerisch oder in kleinen Manufakturen angefertigt wird. Feines zu trinken und zu essen, Handgearbeitetes aus Holz, Stoff und Papier, es ist ein ansprechender Laden mit sehr freundlichen Mitarbeiterinnen.

„Bleiben ist nirgends“: Rilke zum 150. Geburtstag

Viele von euch kennen den Klarinettisten Harald Maihold von meiner Lesung nach dem Kurzgeschichtenpreis der Hamburger Autorenvereinigung, die im Teehaus in den Wallanlagen stattfand. Harald hatte eine Suite komponiert, in denen er Noten nach Buchstaben meines Namens verwendete und sich pro Satz auf eins meiner Bücher konzentrierte. Uns beiden hat diese Veranstaltung große Freude bereitet.

Während ich in ganz anderen Themen steckte und mein schriftstellerisches Leben 2025 nahezu auf Eis lag, hat Harald zusammen mit seiner Frau Rahel ein wunderbares Format entwickelt, das wir euch nun präsentieren dürfen. Mein Leib- und Herzdichter Rilke, dessen Werk eine große Inspiration für mich ist, steht dabei im Mittelpunkt.

Nun kehren Harald und ich zusammen mit Rahel Rabea Holtz-Maihold sowie der Fagottistin Amy Isard ins Teehaus zurück und freuen uns auf euch, um mit einer magischen Performance aus Lyrik und Musik, gepaart mit Einblicken in Schriftstellerleben und in meine Lyrikkonzeptionen, Rilkes Geburtstag zu feiern.

„Bleiben ist nirgends“: Rainer Maria Rilke zum 150. Geburtstag
Lyrik von Rainer Maria Rilke und Maren Schönfeld
Klassische Musik für Klarinette und Fagott von Beethoven, Mozart u.a.

Teehaus in den Wallanlagen
Planten un Blomen (neben der Eisbahn)
Zeit: Dienstag, 2. Dezember 2025, 19 Uhr

Vortrag/Lesung:   Rahel Rabea Holtz-Maihold und Maren Schönfeld
Musik:  Harald Maihold (Klarinette | Bassetthorn ) und  Amy Isard (Fagott)

Am 4. Dezember 1875, vor 150 Jahren, wurde der Dichter Rainer Maria Rilke geboren, dessen Gedichte nach der Weimarer Klassik und Hölderlin als letzter Höhepunkt der deutschsprachigen Lyrik gelten. Aber auch seine Briefe und seine Übersetzungen französischer Dichter haben ihn als Schriftsteller bekannt gemacht. Mit einer Auswahl seiner Werke werden wir an diesen bedeutenden Lyriker erinnern. Auf der Suche nach der Aktualität des Dichters werden den Texten von Rilke inspirierte Gedichte aus unserer Zeit gegenüber-gestellt, die aus der Feder der Lyrikerin Maren Schönfeld stammen, die u.a. 2017 mit dem Lyrikpreis der Hamburger Autorenvereinigung ausgezeichnet wurde.

Veranstalter: AWO Landesverband Hamburg, in Kooperation mit der Hamburger Autorenvereinigung
Eintritt: 6 Euro, auch für HAV-Mitglieder
Kartenvorbestellung per E-Mail an sabine.witt@awo-hamburg.de

Neuer Bereich „Kooperationen“

Liebe Leserinnen und Leser,

an einem Sommerabend in meiner neuen Wohnung in Stade, dem Sehnsuchts- und Schreibort auf Zeit der letzten zehn Jahre und der Ort, in dem ich aufgewachsen bin, sitze ich gerade auf dem Balkon und schreibe diese Zeilen. In einer privat bis zur Schmerzgrenze belastenden Zeit gab es in diesem turbulenten Jahr 2025 bislang kaum Zeit zum Schreiben oder um mich den literarischen Projekten zuzuwenden. Langsam ordnet sich mein Leben neu und ich finde wieder Worte.

Meine Website habe ich optisch leicht umgestaltet mit einer anderen Farbgebung und moderneren Schrift. Im Menü findet ihr die Bereiche „Poesie“ und „Sachbuch“ jetzt unter dem Oberbegriff „Bücher“. Unter diesem Begriff gibt es jetzt einen neuen Bereich „Kooperationen“, in dem ich euch Projekte vorstellen möchte, an denen ich mitgewirkt habe, die jedoch nicht von mir geschriebene Bücher beinhalten. Das erste Projekt ist eine „Perle der Literatur“, unten seht ihr den Link und habt schon die letzten beiden Blogbeiträge dazu gelesen.

Das Aufmachen eines neuen Bereichs hat sich insofern gelohnt, als das Buch über Hilda van Suylenburg nicht das einzige gemeinsame Projekt mit dem Input-Verlag bleiben wird…

Lasst euch überraschen!